Facebook, dein Leben in Bildern
Kannst du dir heutzutage wirklich noch ein Leben ohne die ganzen Social Networks vorstellen? Egal ob Twitter, Facebook, Hi5, MySpace, Hyves oder LinkedIn, wir sind einfach der totalen Abhängigkeit verfallen! Es handelt sich hierbei um die beste Möglichkeit mit Familie und Freunden in Verbindung zu stehen: süße Nachrichten hinterlassen, voller stolz die neusten Urlaubsfotos hochladen, damit all anderen sie auch sehen und kommentieren können, usw.. Wir schmeißen quasi förmlich nur so mit Namen, Fotos unserer Kinder und den neusten Updates um uns, damit auch jeder weiß, was wir in den täglichen 24 Stunden denn alles so machen. Jedoch haben aktuelle Zeitungsausgaben gezeigt, dass diese neue Mitteilungsform nicht so ganz ohne Konsequenzen von statten läuft….
Vor kaum einer Woche riefen aufgebrachte Facebook User die Polizei an, als sie auf der genannten Homepage ein Foto einer jungen Mutter sahen. Auf diesem Bild wird ein sechs Monate altes Baby mit einer (unangezündeten) Zigarette im Mund gezeigt. Die 18jährige Mutter aus Essex (GB) dachte wohl, dass es witzig wäre, jedoch hat sie es jetzt mit dem Jugendamt zu tun.
Man sollte immer zweimal nachdenken. Vor allem wenn man Katie Price heißt (besser bekannt unter dem Namen Jordan). Sie hat sich vor kurzem von Peter Andre getrennt, und zelebrierte eine große Silvesterparty bei sich zu Hause. Es waren viele Gäste da, viel Alkohol und auch Jordans 4 und 2 jährige Kinder. Ein paar Partygäste stellten Fotos von diesem Abend ins Netz, auf denen die Kleinen inmitten des Getümmel zu sehen sind und beim Anblick dieser ganzen betrunkenen und tanzenden Leute eher müde und verwirrt aussahen. Im Verlaufe der Party kam es noch zu einer Schlägerei, während dessen die Kinder gleich neben an schliefen. Jordans Ex-Mann, Peter Andre, war beim Anblick dieser Fotos außer Sich vor Wut und das Glamour Modell steht kurz davor das Sorgerecht zu verlieren.
Die Geschichte von Craig Lynch, der im September 2009 aus dem Gefängnis in Suffolk (GB) ausgebrochen ist, ist einfach nur verrückt. Für ganze drei Monte gelang es ihm von der Polizei nicht gefangen zu werden, bis er sein Facebook Profil wieder auf den neusten Stand aktualisierte. Er wurde sehr bekannt, hatte mehr als 1200 Freunde. Weihnachten veröffentlichte er ein Foto vom Festtag mit Truthahn und allem was dazu gehört mit dem Kommentar „Wow, das sind wirkliche Weihnachten. Ha, ha. Kanns echt nicht glauben, dass ichs geschafft hab. **** the police!” Zwei Wochen später wurde er wieder gefangen genommen. Etwas ähnliches passierte Lizzie Tams, die ausgebrochen ist und nach Frankreich fliehen wollte. Über Facebook organisierte Sie ein Treffen mit ihren Kindern am Flughafen in Nice. Aber unglücklicherweise war bei diesem Treffen auch die Polizei dabei, die ihre Profilseite über Wochen verfolgte. Sie wurde inhaftiert und wieder in das erste Flugzeug zurück Richtung Gefängnis gesteckt.
Aber zum Glück gibt es da auch schönere Geschichten. Im September 2009 fand ein Australier während seinem Urlaub auf der griechischen Insel Mykonos eine Kamera am Strand. Er gründete bei Facebook die Gruppe „Nadel im Heuhaufen“ in der er auf der Suche nach dem Besitzer der Kamera war, um ihn sie wieder zurück zu geben. Daraus wurde ein wahrhaftiger Hype und mehr als 250.000 Leute nahmen sich der Suche an. Zwei Monate später dann der große Erfolg: die Kamera gehörte Marie, ein Mädchen aus London, die ihre Kamera während des Urlaubes mit Freunden verlor.
Mit gesundem Menschenverstand, gewissem Verantwortungsbewusstsein und Vorsicht braucht Ihr euch absolut vor nichts zu fürchten. Aber denkt daran, dass sobald ihr etwas ins Netz stellt, es schwer wird die Kontrolle darüber zu bewahren. Wenn Ihre schöne Fotos vom letzten Städtetripp habt, dann solltet Ihr sie natürlich auch zeigen. Fotos aus Italien zum Beispiel. Mietet euch die besten Appartments in Mailand und immer schön in die Kamera lächeln!








