„Keine Magersucht auf dem Laufsteg“

Die neuen Haut Couture Firmen sind gegen Schönheitsideale, die Magersucht vermarkten.
Wenn wir an ein Model auf dem Laufsteg denken, denken wir sofort an eine große, extrem dünne Frau. Und es ist kein Zufall, dass das das erste ist, was in unsere Köpfe schießt, wenn wir über Models sprechen, denn seit die Modeindustrie aufgehört hat eine elitäre Sphäre zu sein, um so ein Instrument der Schönheitsindustrie zu werden, haben Models angefangen dieses Schönheitsideale zu verkörpern. Seit der „Supermodel“-Era der 90er sind diese Figuren mehr als nur Models. Sie wurden zu Idolen für alle jungen Mädchen, die genauso dünn und begehrt sein wollen wie sie.
Mit der Jahrhundertwende haben sich die Schönheitsideale auf dem Laufsteg verändert. Seit den 90ern sind viele der Mädchen berühmter als die Designer und ihre Kollektionen. Und so entstand der berühmte Satz: „Models sollten ein Kleiderständer sein“. Ein Satz, durch den die Designer sich die schlimmsten Kampagnen gegen Magersucht auf den Laufstegen haben zu Schulde kommen lassen, denn diese „Kleiderständer“ sind zu „Skelleten geworden, an denen die Kleidung und der Lebensstil dieser Frauen hängt. Magersucht wurde sehr präsent und resultierte im Tod einiger Models.
2007 machten die Organisatoren der London Fashion Week auf dieses Problem aufmerksam und warben für die Veranstaltung mit dem Slogan „ London, Laufstege ohne Drogen und Magersucht“. Und danach folgten ihnen die wichtigsten Laufstege. Heutezutage verlangen weltberühmte Designer Models mit einem gesunden BMI (Body Mass Index) und Konfektionsgröße 36. Der letzte Designer, der sich anschloß war Lorenzo Riva, einer von Balenciagas früheren Lehrlingen, der das Konzept unterstützt, dass Schlankheit nicht der einzige Schönheitsstandard sein kann. So tat er sich mit Nadia Accetti zusammen, Präsidentin der Gemeinschaft „Donna Donna onlus“, welche Kampagnen gegen Magersucht unterstützt: „Zusammen gegen Essstörungen“. Dank Einrichtungen wie dieser konnten die großen Modehäuser und Laufstege nicht länger wegsehen, insbesondere da ein Model nichte einfach bloß ein Kleiderständer ist, sondern auch ein Idol für Frauen auf der ganzen Welt.
Heutzutage versucht die Modewelt eine Verbindung mit der Realität zu schaffen und in kleinen Schritten machen sie ihre Models in Stellvertreter von realistischeren Schönheitsidealen.
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